Weitere Prüfungen & Ausbildungen

Greifvögel faszinieren die Menschen seit Urzeiten, die Falknerei ist altes Handwerk. Die Beizjagd gehört zu den anspruchsvollsten Jagdformen und erfordert ein hohes Maß an Verantwortung, denn Falkner halten Greifvögel nicht nur als Jagdgehilfen, sondern züchten, pflegen und versorgen verletzte Vögel und bereiten diese für die Wiedereingliederung in die Natur vor. 
Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Greifvogelschutz.

Es ist eine hohe Kunst, wenn der Mensch einem Greifvogel die Freiheit gibt und dieser wieder bereitwillig auf die Faust des Falkners zurückkommt. Um eine solche Bindung zwischen Greifvogel und Mensch herzustellen, gehört viel Einfühlungsvermögen, Erfahrung und Wissen über diese Tiere.

Die Anforderungen, die in der Prüfung an das theoretische Wissen und praktische Können der Jungfalkner gestellt werden, sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. In unserem Lehrgang erhalten Sie dafür eine umfassende theoretische und praktische Vorbereitung. Wir wollen Ihnen auch vermitteln, warum Falknerei keine Tierquälerei und auch kein Relikt aus dem Mittelalter ist, sondern eine besondere Harmonie zwischen Tier und Mensch. Aus soziobiologischer Sicht jagt der Greifvogel mit dem Menschen, weil er dadurch leichter Beute machen kann.

Teilnehmerkreis: Zulassungsvoraussetzung für die Falknerprüfung ist die abgelegte Jägerprüfung.

Lehrgangsgebühr: 800,- €

In 17 europäischen Ländern, in Amerika und Afrika, wird die Bogenjagd als zusätzliche waid- und tierschutzgerechte Jagdmethode ausgeübt. Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen zur Legalisierung der Bogenjagd. Immer mehr Jäger möchten aktiv die Bogenjagd ausüben. 
Dies erfordert eine zusätzliche Ausbildung analog zur Falknerprüfung. Deshalb veranstaltet der Deutsche Bogenjagd Verband e.V. (DBJV – http://dbjv.org) in Zusammenarbeit mit der Jagdschule Weck jährlich einen zweitägigen Bogenjäger-Ausbildungslehrgang. Der Lehrgang ist als Einführungskurs zur Bogenjagd gedacht. Das präzise Bogenschießen wird vorausgesetzt. 
Durch die Teilnahme erhalten die angehenden Bogenjäger umfangreiche Informationen in Bezug 
auf die Ausrüstung wie Bogen, Pfeil, Kleidung usw. Die kurze Jagddistanz von max. ca. 25 Metern stellt eine besondere Herausforderung für den Jäger dar. Auch hierfür wird das notwendige Wissen vermittelt. Eine schriftliche Prüfung und eine sehr anspruchsvolle Schießprüfung runden den Lehrgang ab. Von allen Kursteilnehmern wird vorausgesetzt, dass sie über ausreichende Kenntnisse in der Bogentechnik und in der Schießfertigkeit besitzen. Das Treffen des auf einer Rehscheibe eingezeichneten tödlichen Bereichs mit Jagdspitzen bis maximal 25 Meter Schießentfernung ist unabdingbar. 

Die Ausbildung erfolgt nach den Richtlinien der IBEP (International Bowhunter Education Programm), der EBF (European Bowhunting Federation) und des DBJV. Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrganges erhalten die Kursteilnehmer den Deutschen Bogenjagdschein bzw. das Bowhunter Education Zertifikat. Erst die Jagdpraxis macht sie zum erfolgreichen Bogenjäger. Beim Bogenjäger-ausbildungslehrgang erhalten die Kursteilnehmer nicht nur umfangreiche Kenntnisse über die richtige, verantwortungsvolle Ausübung der Bogenjagd, sie unterstützen auch die Arbeit 
des DBJV in dem Bestreben der Legalisierung der Bogenjagd in Deutschland. 

Teilnehmerkreis: ab 16 Jahre

Teilnahmegebühr: 180,- €

Hinweis: Die Anmeldung erfolgt über den deutschen Bogenjagdverband DBJV 
(http://dbjv.org/anmeldung). Die Unterrichtsgebühr ist mit der Anmeldung fällig. Sie ist eine reine Schulungsgebühr und enthält keine weiteren Kosten, wie z. B. für Lehrmaterial, Verpflegung, Unterbringung etc.

Ort: Die theoretische und praktische Ausbildung findet in einem Schulungsraum bzw. auf einem Bogenparcours in 79350 Sexau statt.

Buchvorschlag: http://www.sdbjv.de/suche-verkaufe/bogenjagd-heute